Infrarotfotografie mit dem Pi

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Smarte Welt, zu Hause

Die NoIR-Version der Kamera für den Raspberry Pi eignet sich nicht nur zur Überwachung im Dunkeln, sondern auch als Effektkamera für Aufnahmen am Tag.
 
Irfc01 T in Infrarotfotografie mit dem Pi
 
Dazu benötigt man zuerst einen entsprechenden Filter vor dem Objektiv, der viel Normallicht aussperrt, um einen möglichst hohen IR-Anteil zu haben. Damit die Mühe nicht umsonst ist, sollte die zum Einsatz kommende Kamera aber auch einen genügend großen Anteil von Infrarotlicht zu ihrem Bildsensor passieren lassen. Das funktioniert bei herkömmlichen Digitalkameras am besten mit älteren Modellen oder man muss umbauen.
 
Irfc02 T in Infrarotfotografie mit dem Pi
 
Also warum nicht unsere NoIR-Cam nehmen? Die spielt hier ihre Stärke aus, denn schließlich fehlt ihr die Infrarotsperre im Inneren völlig. Somit gelangt alles Infrarotlicht auf den Sensor und die Belichtungszeiten werden nicht so hoch wie sonst, so dass man auch fotografieren kann, wenn es nicht ganz windstill ist. Das ist ein schöner Vorteil der NoIR-Pi-Cam. Fehlt nur noch die Kamerasteuerung, die soll der Raspi nebst Software übernehmen.
 
Irfc04 T in Infrarotfotografie mit dem Pi
 
Unser Gehäuse ist ein ganz einfaches geworden, ein Karton mit den entsprechenden Öffnungen für Kamera, USB-Anschluss und Spannungsversorgung. Achja, für den sinnvollen Betrieb der Kamera musste sie natürlich noch mobil werden. Deshalb übernimmt die Versorgung auch ein Lipo-Akku, welcher ca. 5 Volt liefert und mit einem entsprechenden Kabel direkt mit der Micro-USB-Buchse des Raspi verbunden werden kann.
 
Irfc03 T in Infrarotfotografie mit dem Pi
 
Ein neues Bild lösen wir mit einem Taster auf ein GPIO-Pin aus. Nach kurzer Verzögerung wird dann auf die Kamera zugegriffen und das Bild auf die SD-Karte abgelegt. Sind wir zu Hause, stecken wir einfach einen WLAN-Stick an und greifen per ssh auf den Pi zu, so dass alle vorher gemachten Bilder von der Karte geholt werden können. Das spart uns das Ziehen der SD-Karte und ist natürlich sowieso konfiguriert, da wir unseren Raspi ja im heimischen Netzwerk haben.
 
Das 52mm-Gewinde am Filter nützt uns hier recht wenig, aber mit zwei Gummis ist dieser auch recht gut befestigt. In vielen Fällen geht es übrigens ohne Stativ, wenn man irgendwo auflegen kann. Ist man im Freifeld, ist jedoch unbedingt eines anzuraten. Zum Schluss nun noch einige nette Aufnahmen, welche wir mit unserer Infrarot-Cam aufgenommen haben.
 
Irfc05 T in Infrarotfotografie mit dem Pi   Irfc06 T in Infrarotfotografie mit dem Pi
 
Das erste Bild zeigt dann auch eine „pure“ Aufnahme der Pi-NoIR-Cam ohne Ausfilterung vom Normallicht. Alle Weiteren sind dann mit Filter vorm Objektiv und wie wir sie haben wollen. Mit ordentlich Sonne im Rücken und wenig Wind geht es besonders gut. Deshalb sollte man die Sommertage nutzen.
 
Irfc07 T in Infrarotfotografie mit dem Pi   Irfc08 T in Infrarotfotografie mit dem Pi
 
Wir haben hier übrigens einen Polaroid720 verwandt und einen Weißabgleich in der Nachbearbeitung gemacht. Chlorophyll in Baumgrün und Wiesen hellt auf, Wasserflächen werden tiefdunkel dargestellt und bewölkte Himmel werden richtig kontrastreich. Und wenn man es nicht übertreibt mit der Menge, dann gefallen einem diese Fotos immer wieder, auf ihre ganz eigene Art und Weise…
 
Das Ganze könnt ihr dann wie gewohnt auch auf unseren Projekte-Seiten der Website permanent nachlesen: http://www.smartewelt.de/sw4/?q=weiterepi4
 

Swen Hopfe

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Blue Captcha Image
Refresh

*