NFC-Reader

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Kleine Neuerwerbung, um möglichst unter Mint, Raspian und Windows mit kontaktlosen Medien arbeiten zu können. Und natürlich haben wir ein Gerät vor uns, welches diverse Normen erfüllt und damit explizit einige Transpondertypen aus der 14443-Welt lesen kann. Soviel ‚mal, um die Aussage „NFC“ etwas zu präzisieren.

Mit unserem ACR122 können wir alle im Kontext von NFC gebräuchlichen Typen wie Mifare -Ultralight, -Classic, -Desfire usw. ansprechen. Darüber hinaus auch kontaktlose Prozessorkarten und 14443B-Typen, jedoch wiederum keine I-Code, welche nach ISO15693 kommunizieren. Aber die erstgenannten genügen uns, da sowohl die meisten moderner Chipkarten-Lösungen als auch NFC-Label auf diesem Protokoll aufsetzen.
 
Nfcreader T in NFC-Reader
 
Wie so etwas in einem Linux-Umfeld bewerkstelligt, dazu hier im Folgenden. PCSC-Unterstützung gibt es übrigens auch, so dass alle unsere bisher entwickelten Skripte im RFID-Umfeld auch mit dem neuen Leser nutzbar sind…
 
Zuerst „nfclib5“ und die passenden Beispiele dazu installieren (von Kommandozeile oder aus Anwendungsverwaltung von Ubuntu, Debian, Mint), dann kann nach einem Leser gesucht werden:
 
$ sudo nfc-scan-device -v
 
Und man erhält in unserem Fall folgende Ausgabe:
 
nfc-scan-device uses libnfc 1.7.0
1 NFC device(s) found:
– ACS / ACR122U PICC Interface:
acr122_usb:004:006
chip: PN532 v1.6
initator mode modulations: ISO/IEC 14443A (106 kbps)…

 
Danach schauen, ob Karten bzw. diverse Medien im Erfassungsbereich des Lesers („Inventory“) sind.
 
$ sudo nfc-list
 
Wird ein „Target“ gefunden, sieht eine Ausgabe z.B. so aus:
 
nfc-list uses libnfc 1.7.0
NFC device: ACS / ACR122U PICC Interface opened
1 ISO14443A passive target(s) found:
ISO/IEC 14443A (106 kbps) target:
ATQA (SENS_RES): 00 04
UID (NFCID1): 64 4f 28 1e
SAK (SEL_RES): 08

 
Oder man installiert unter Linux „RFIDIOt“ und python-pyscard. Dort gibt es dann einige interessante Python-Scripts, mit welchen man auf seine RFID-Medien zugreifen kann und UID und ATS der Karten ausliest, Bereiche liest oder schreibt. Immer sind natürlich die Gegenheiten vom jeweiligen Produkt zu beachten, mitunter müssen Schlüssel gewusst werden, um sich diverse Zugriffsrechte zu holen.
 
Heutzutage kommen für RFID-Leser verschiedener Fabrikate Treiber mit oder sind in den Repositories der Betriebssysteme vorhanden. Oft auch schon diverse Anwendungssoftware. Feig bietet das sowohl für Windows als auch andere OS. Der ACR122 als Leichtgewicht hat uns aber positiv überrascht, den den können wir nun in Windows wie auch in diversen Tools unter Mint und Debian verwenden. Da braucht es nicht mehr den Anschluss von mehreren Lesern und wir können alles über unser neues Teil machen…
 

Swen Hopfe

 

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