Viele neue VUs mit eTicketing und Kernapplikation

Es tut sich natürlich immer viel in den Fachabteilungen, aber auch außerhalb derer merkt man, dass sich vermehrt etwas im ÖPV in diesen Tagen tut, so auch auf der Projektebene und bei dem, was Verbünde und Verkehrsunternehmen angehen und noch angehen wollen demnächst.
Aus meinem beruflichen Umfeld merke ich das bei neuen Vorhaben und nicht zuletzt dort, wo neue Nutzermedien ausgegeben werden sollen. Das sind mitunter Ausschreibungen oder zum Beispiel die Migration auf Multiberechtigungen oder auch “nur” die Einführung von neuen Tarifen, die dann “auf die Karte” kommen sollen.

Das freut natürlich und ist ganz bestimmt hier eine Mitteilung wert. Natürlich möchte ich nicht im Detail sagen, was bspw. eine Firma ComCard tut, aber insgesamt ist es doch gut, wenn in eine Kernapplikation in Deutschland immer mehr Leben kommt. Über Vor- und Nachteile dieser Lösung hatten wir ja schon gesprochen, das soll auch nicht Fokus sein jetzt. Denn den Zweiflern sei gesagt, seid doch froh, dass wir gerade in Deutschland eine so gute Lösung haben, die in den vergangenen Monaten von so vielen VUs im RMV, MDV, bei VGF und HEAG mobilo erfolgreich eingeführt wurde und wo es bei ESWE und vielleicht demnächst dem VVS nicht anders sein wird.

Ein schöner Erfolg für das eTicketing also! In weiteren großen Verbünden wie in Berlin und Hamburg hat man in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls begonnen und das Potenzial ist nachwievor groß. Gut, dass die Interoperabilität mehr und mehr im Vordergrund steht (eigentlich logisch, aber an diesem Satz merken Sie schon, dass “manche” glauben, dass gerade hier auch noch Arbeit drinsteckt).

Dort, wo EFM unter Einbeziehung von Nutzern mit mobilen Geräten bereitgestellt wird (oder sagen wir “Handy-Ticketing”) freut es aber auch. Reine Verkaufszahlen sind bestimmt nicht der Indikator derzeit, es geht darum, sich dieses Gebiet anheim zu machen und sich zu preparieren. Aus Marktsicht wichtig dabei: Bei den wenigen Bestimmern im Smartphone-Umfeld kann es schnell zu einschneidenden Veränderungen kommen, die diverse Dinge beschleunigen werden. Abgesehen davon, dass eine 2D-Barcode-Lösung schon heute funktioniert, wird aus dem “Maybe” bei NFC recht schnell etwas Zwingendes entstehen, wenn Große mitmachen. Das neue 7-Zoll-Tablet von Google kommt mit NFC ebenso wie Blackberry 10 und die neuen Samsung-Phones auch. Hier bleibt es spannend, nicht nur bei der jugendlichen Klientel.

Produktionstechnisch wird beim Rollout der Massenpersonalisierer noch gebraucht (hoffe ich jedenfalls, die Vorteile offerieren wir immer ;-)), aber es braucht auch den Datenverarbeiter, Organisierer, neu den Bilddigitalisierer und jede Menge kluge Köpfe beim AG und den Dienstleistern. Findige Entwickler sind gerade dort gefragt, wo die neuen Konzepte umgesetzt werden müssen. Neben Multiberechtigung sind das bspw. die vermehrte Vorortpersonalisierung und die Lösungen, die bei Produkten wie Monats- und Wochenkarten gefragt sind, denn der Abonnent möchte zu Recht beim Servicelevel keinen Rückschritt machen.

Und da wären wir auch schon bei der Kommunikation zum Kunden und untereinander, welches dann kein technisches Thema ist, sondern mehr oder weniger die Richtung streift, wie man bei der letzten kontiki-Konferenz hören konnte. Da war ich dann nicht dabei, das wird aber zum nächsten Termin wieder anders…

Viele Grüße
SH

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